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Medizintechnik-Lexikon PDF Drucken E-Mail

Absaugen

Mit Absaugen wird in der professionellen Pflege und in der Notfallmedizin das Entfernen von Atemwegssekret (auch Speichel) oder aspirierten Stoffen (fest oder flüssig) mit einem biegsamen Absaugkatheter aus den Atemwegen bezeichnet. Dabei wird zwischen Absaugen der Mundhöhle und tiefem Absaugen aus den Bronchien unterschieden. Es gibt verschiedene Absaugtechniken, das orale bzw. transnasale Absaugen intermittierend oder das endotracheale Absaugen über einen Tubus oder eine Trachealkanüle und das bronchoskopische Absaugen. Es gibt verschiedene Absaugpumpen.

Apnoe

Die Apnoe ist der medizinische Ausdruck für einen Atemstillstand. Apnoe ist das Fehlen jeglicher Atembewegungen. Dies muss jedoch nicht unbedingt eine irreversible Schädigung des Hirnstammes oder gar den Hirntod anzeigen. Durch Neuromodulatoren und Reflexe können Apnoen ausgelöst werden. Treten im Schlaf Apnoen auf, spricht man vom Schlafapnoe-Syndrom.

Bilevel-Beatmung

Bilevel-Beatmung ist eine Beatmungsform, die in Intensivmedizin und Pneumologie eingesetzt wird und aus der CPAP-Beatmung entwickelt wurde.Bilevel ist eine druckkontrollierte Beatmung, die es dem Patienten in jeder Phase der Beatmung erlaubt, selbst zu atmen. Das Beatmungsgerät wechselt das Druckniveau zwischen einem oberen und einem unteren Wert. Das untere Druckniveau wird auch PEEP (positive endexpiratory pressure) genannt. Gesteuert wird dieser Wechsel durch die Festlegung der Atemfrequenz und zweier Zeitspannen für das obere (T high) und das untere (T low) Druckniveau. Der Patient bemerkt den höheren und niedrigeren Gegendruck bei beiden Niveaus.Idealerweise sollte man mit Bilevel eine der variierenden Eigenatmung des Patienten angepasste Ventilation ohne Umstellung des Beatmungsmodus während der gesamten Beatmungsdauer erreichen können. Bilevel umfasst also das gesamte Spektrum von der kontrollierten Beatmung bis zur Spontanatmung. Die Atemarbeit des Patienten wird dabei zu keinem Zeitpunkt verhindert. Bei hohem Atemwegswiderstand ist die Bilevel-Beatmung bisweilen nicht möglich, dann ist eine volumenkontrollierte Beatmung, bspw. (IPPV), erforderlich, allerdings um den Preis hoher Spitzendrucke.

Blutdruckmessung

Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Gefäß. In verschiedenen Bereichen des Blutkreislaufs herrschen unterschiedliche Druckverhältnisse. Spricht man ohne näheren Zusatz vom Blutdruck, dann meint man in der Regel den arteriellen Druck in den großen Schlagadern auf Herzhöhe, der meistens an der Brachialarterie des Oberarmes gemessen wird. Daneben ist auch der zentralvenöse Druck von medizinischem Interesse.Die Angabe des arteriellen Drucks erfolgt konventionell als Zahlenpaar aus systolischem (maximaler Wert, ist unter anderem abhängig von der Herzauswurfleistung) und diastolischem Druck (minimaler Wert, in der Herzfüllungsphase und deshalb unter anderem auch abhängig von der Elastizität und dem Füllungszustand der großen Gefäße). Man sagt dann beispielsweise „105 zu 70“.In Ruhe beträgt der normale systolische arterielle Druck 13,3–17,4 kPa (100–130 mmHg) und der diastolische Wert 8,0–11,3 kPa (60–85 mmHg). Wenn der arterielle Druck höher als 140 zu 90 ist, sollte man ihn bei einem Arzt untersuchen lassen.


Cheyne-Stockes-Atmung

Bei der Cheyne-Stokes-Atmung (benannt nach John Cheyne (1777-1836) und William Stokes (1804-1878)) handelt es sich um ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und des Abstands der einzelnen Atemzüge voneinander. An die flachsten Atemzüge schließt sich oft ein kürzerer Atemstillstand von mehr als zehn Sekunden an, dann setzen wieder Atemzüge ein, die sich zunehmend vertiefen. Zusätzlich kann sich dabei auch die Atemfrequenz verändern. Eine Cheyne-Stokes-Atmung findet man häufig bei ungenügender Hirndurchblutung, beispielsweise durch Gefäßsklerose, bei Schlaganfällen oder Vergiftungen. Eine Cheyne-Stokes-Atmung tritt nachts bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz häufig auf, ist aber auch eines der Symptome bei der akuten Höhenkrankheit sowie bei weiteren Schädigungen des Zentralnervensystems, beispielsweise bei einer Urämie oder exogenen Vergiftung sowie bei Überdosierungen von Opioiden wie Polamidon (Methadon). Die Cheyne-Stokes-Atmung kann ein Vorstadium der präterminalen Seufzeratmung sein, andererseits auch ohne Krankheitsbedeutung während des normalen Schlafs vorkommen.Ursächlich ist eine nicht lineare Sensitivität des Atemzentrums auf den CO2-Partialdruck im arteriellen Blut. Da der ansteigende CO2-Partialdruck im arteriellen Blut als stärkster Atemreiz wirkt, sinken Atemzugtiefe und Atemfrequenz, bis ein erhöhter CO2-Gehalt im Blut zu verstärkter Atmung zwingt. Diese beginnt dann wieder abzuflachen, wenn genügend CO2 abgeatmet wurde. Da die Empfindlichkeit auf CO2 bei niedrigen Partialdrücken überproportional geringer und bei hohen Partialdrücken überproportional hoch ist, kommt es zu einem "Schwingen des Atemreglers". Der negative Einfluss der Cheyne-Stokes-Atmung auf den klinischen Verlauf der Herzinsuffizienz dürfte zwischenzeitlich ebenso gesichert sein, wie die Tatsache, dass deren erfolgreiche Behandlung zu einer Verlängerung der Lebenserwartung führt. Je ausgeprägter die Herzinsuffizienz - und dabei vor allem die linksventrikuläre Komponente - umso ausgeprägter sind ein zentrales Schlafapnoe-Syndrom und das periodische Atemmuster.


CPAP-Beatmung

Die CPAP-Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure - kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck) ist eine intensivmedizinische Beatmungsform. CPAP gehört zu rein spontanen Ventilationsformen, die Maschine schreibt dem Patienten also nicht vor, wie er atmen soll, sondern unterstützt die Atmung. Da CPAP prinzipiell über ein Demandflow-System generiert wird, kann der Patient seine Atemtiefe, Atemfrequenz und auch den Flow (Luftdurchfluss) selbst bestimmen. Voraussetzung für die Anwendung einer CPAP-Ventilation ist also die Fähigkeit des Patienten zur eigenen Atmung.

Decubitus

Als einen Dekubitus, auch als ein Druckgeschwür, Dekubitalgeschwür oder Wundliegegeschwür bezeichnet man einen Bereich lokalisierter Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Die Dekubitalgeschwüre können „Pflegefehler“ sein und werden deshalb gerne als Gradmesser der Pflegequalität gewertet.

Druckminderer

Ein Druckminderer (oder Druckminderungsventil) ist eine Vorrichtung zum Einbau in ein Schlauch- oder Leitungssystem, das trotz unterschiedlicher Drücke auf der Eingangsseite (Eingangsdruck) dafür sorgt, dass auf der Ausgangsseite ein bestimmter Ausgangsdruck nicht überschritten wird. Die beiden zentralen Bauteile eines Druckminderes sind der Drucksensor und das mit ihm gekoppelte Ventil. Die Bauformen können sich je nach Einsatzzweck, dem Medium (Gas oder Flüssigkeit) sowie den zu erwartenden Drücken voneinander unterscheiden, das Prinzip ist jedoch gleich bleibend: Der Druck auf der Ausgangsseite wirkt auf eine (meist federbelastete) Membran ein. Die Membran ist mechanisch mit dem Ventil gekoppelt. Je höher der Druck auf der Ausgangsseite ansteigt, desto weiter wird das Ventil geschlossen, bei Erreichen des (einstellbaren) höchstzulässigen Ausgangsdrucks sperrt es den Durchfluss vollständig ab.

Elektromobil


Elektromobil ist die gebräuchliche Bezeichnung für kleine, mehrspurige, offene, elektrisch angetriebene Leichtfahrzeuge, die nur den Fahrzeugführer befördern können und meist von Gehbehinderten genutzt werden. Diese Elektromobile ermöglichen Gehbehinderten, auch längere Strecken zügig zurückzulegen und auch Rollstuhlzugänge zu benutzen. Gepäck kann auf der Bodenplatte zwischen den Beinen und oft im Korb am Lenker transportiert werden. Der Sitz ist zwecks leichterem Einstieg als arretierbarer Drehsitz ausgeführt. Anders als ein Elektrorollstuhl ist es meist nur auf eine Gehbehinderung ausgerichtet, der Unterschied zu diesem besteht in der direkten Lenkung. Folglich muss der Fahrzeugführer des Elektromobils beide Arme einsetzen können. Ein vierrädriges Elektromobil kann als elektrisch betriebenes Quad mit Durchstieg zwischen Sitz und Lenker beschrieben werden, ein dreirädriges Elektromobil als elektrisch betriebenes, einsitziges Trike mit Durchstieg zwischen Sitz und Lenker.


Flowmeter

Flowmeter (Durchflusssensor) ist ein Sammelbegriff für alle Sensoren, die den Durchfluss messen. Eine Durchflussmessung erfolgt im Wesentlichen aus drei Gründen. Zum einen sind dies kaufmännische Gründe. Zweitens gibt es Rezepturen, wo in Chargenprozessen mehrere Stoffmengen zu einem Ansatz vermischt werden müssen. Drittens können Stoffströme auch ohne Chargenprozess direkt in einem vorgegeben Verhältnis gemischt werden.


Flüssigsauerstoff

Der wesentliche Vorteil eines Flüssigsauerstoff-Systems liegt darin, dass man mobil bleibt, auch wenn man auf eine zuverlässige Versorgung mit Sauerstoff angewiesen ist. Flüssigsauerstoff kann nämlich aufgrund seiner Verflüssigung in einer viel größerer Mengen als medizinischem Sauerstoff in Gasform gelagert werden. Ein Liter Flüssigsauerstoff ergibt ca. 850 Liter gasförmigen Sauerstoffs. Ein Flüssigsauerstoff-System mit 42 Litern Flüssigsauerstoff ergibt somit ca. 36.000 Litern gasförmigen Sauerstoff. Der flüssige Sauerstoff wird mit einem Verdampfer durch Erwärmung in gasförmigen Sauerstoff umgewandelt. Die anschließende Zuführung zum Patienten erfolgt über einen Kunststoffschlauch (Nasenbrille).

Für die Nutzung im häuslichen Bereich bietet sich ein stationärer Vorratsbehälter an. Eine mobile Nutzung wird durch eine tragbare Einheit gewährleistet, welche bei Bedarf vom Benutzer am stationären Behälter aufgefüllt wird. Dadurch sind Sie bis zu ca.10 Stunden (bei 2l/min) mobil. Die mobile Trageeinheit

kann in einem Rucksack oder Transportwagen mitgeführt werden. Weitere Vorteile eines Flüssigsauerstoff-Systems bestehen darin, dass ein geräuschloser Betrieb möglich ist. Flüssigsauerstoff-Systeme haben keinen Motor und benötigen daher keinen Strom. Dies führt nicht nur zum Vorteil des geräuschlosen Betriebes, sondern schont auch die Umwelt. Alle Flüssigsauerstoff-Einheiten sind mit Sauerstoffspargeräten, sogenannten Demand- oder Dosiersystemen kombinierbar.

Die Vorteile von Flüssigsauerstoff auf einen Blick:

- geräuschloser Betrieb
- geringes Gewicht
- kein Strom notwendig
- grosser Vorrat
- grosse Reichweite

Hirnstrommessung (Elektroenzephalografie)

Die Elektroenzephalografie (EEG) ist eine Methode der medizinischen Diagnostik zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche. Das Elektroenzephalogramm (ebenfalls EEG abgekürzt) ist die graphische Darstellung dieser Schwankungen. Ursache dieser Spannungsschwankungen sind physiologische Vorgänge innerhalb einzelner Gehirnzellen, die durch ihre elektrischen Zustandsänderungen zur Informationsverarbeitung des Gehirns beitragen. Dank ihrer spezifischen räumlichen Anordnung addieren sich die von einzelnen Neuronen erzeugten Ströme in den Zellzwischenräumen auf, so dass sich über den gesamten Kopf verteilte Spannungsänderungen messen lassen.

Inhalator

Ein Inhalator ist ein Gerät, das bei der Behandlung von Asthma, Bronchitis und anderen chronischen oder akuten Atemwegserkrankungen Anwendung findet. Dabei werden durch Inhalieren aerosole Medikamente wirksam in die oberen und unteren Atemwege transportiert. Um bis in die Bronchien und deren Verzweigungen vorzudringen zu können, muss das Medikament möglichst fein vernebelt werden, bei grober Vernebelung gelangt es nur in die oberen Atemwege.

Die einfachste Ausführung funktioniert nach dem Prinzip, dass ätherische Substanzen in heißem Wasser gelöst werden und so über den entstehenden Wasserdampf vernebelt werden.

Für Asthmatiker bietet die Pharmaindustrie Medikamente an, die in Tascheninhalatoren abgefüllt sind - sogenannte Asthma-Sprays. Durch einen Pumpmechanismus wird das Medikament vernebelt und kann ambulant bei einem akuten Asthmaanfall angewendet werden.

Inhalieren

Inhalieren (lat. inhalare = anhauchen) ist das Einatmen von gasförmigen Wirkstoffen oder Aerosolen, die medizinische Inkorporation über die Atemwege. Beabsichtigt ist dieses beim Rauchen oder als Inhalationstherapie zur Behandlung des Asthma bronchiale oder zur Sekretolyse bei anderen Erkrankungen des Atemtrakts, wie z. B. der Sinusitis. Ungewollt geschieht dies beim Passivrauchen und der Inhalation von Gefahrstoffen.

Intubation

In der Medizin bezeichnet eine Intubation das Einführen eines Schlauches über Mund oder Nase zur Sicherung der Atemwege. Im angelsächsischen Sprachgebrauch kann der Begriff teilweise auch zur Beschreibung endoskopischer Prozeduren gebraucht werden, wird jedoch meist im Sinne der endotrachealen Intubation benutzt. Bei der endotrachealen Intubation wird ein Tubus durch Mund (orotracheal) oder Nase (nasotracheal) zwischen den Stimmlippen des Kehlkopfes (Larynx) hindurch in die Luftröhre (Trachea) eingebracht.

Kindstod

Der plötzliche Säuglingstod oder plötzliche Kindstod ist das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Säuglings oder Kleinkindes, das zumeist in der (vermuteten) Schlafenszeit des Säuglings auftritt. In den Industrienationen gilt er als häufigste Todesursache von Kleinkindern jenseits der Neugeborenenperiode.

Nasenspülung

Die Nasenspülung bezeichnet eine vorbeugende oder therapeutische Spülung von Nasenvorhof und Nasenhöhle und gegebenenfalls von Teilen des Rachens (Nasopharynx) mit lauwarmer isotonischer Kochsalzlösung. Die Spülung kann mit einer Nasendusche, einem Nasenspülkännchen oder mithilfe der gewölbten Innenhand vorgenommen werden. Die lauwarme Flüssigkeit wird in ein Nasenloch geführt und fließt aus dem anderen Nasenloch heraus. In westlichen Ländern wird die Nasenspülung als Hausmittel zur Hygiene sowie Vorbeugung und Heilung von Erkältungskrankheiten verwendet. Sie soll Nasenschleimhaut und Flimmerhärchen (Cilien) von Nasensekreten, Staub, Pollen und anderen Stoffen befreien, sie anfeuchten und die Beweglichkeit der Flimmerhärchen stimulieren. Bei Nebenhöhlenentzündungen soll sie die Zugänge zu den Nebenhöhlen freihalten und eine Stauung von Sekreten vermeiden helfen. Ferner wird die Nasenspülung von Pollenallergikern angewendet, um die Histamin-Reaktion in der Nase und den Nasenschleimhäuten zu unterbinden. Manche Sänger machen auch Nasenspülungen vor ihren Auftritten. Bei Infekten im Bereich der Nase kann eine Nasenspülung auch diagnostisch eingesetzt werden, da in der Nasallavage mögliche Keime identifiziert werden können.

Peak Flow

Der Peak Flow ist ein Messwert in der Medizin, der angibt, mit welcher Geschwindigkeit eine Person Luft aus ihrer Lunge blasen kann. Gemessen wird dieser mit einem Peak-Flow-Meter oder einem Spirometer. Bei gesunden Menschen liegt der Peak-Flow-Wert etwa zwischen 400 und 700 l/min. Bei Personen mit Atembeschwerden, wie zum Beispiel Asthma, liegt der Wert darunter. Bei Asthmatikern sind die Atemwege verengt und dadurch ist die Ausblasmenge pro Minute wesentlich geringer.

Aus diesem Grund wird der Peak Flow bei Leuten mit Atemwegserkrankungen als so wichtig angesehen, wie das tägliche Blutdruckmessen bei Leuten mit Bluthochdruck. Die Peak-Flow-Messung sollte zweimal täglich stattfinden, und zwar morgens direkt nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen. Der Patient soll dreimal so kräftig wie möglich in das Peak-Flow-Meter pusten und den höchsten Wert notieren. Damit können Arzt und Patient sehen, ob die Therapie erfolgreich ist.

Polysomnographie

Die Polysomnographie stellt die umfangreichste Untersuchung des Schlafes einer Person dar. Mit dieser Technik werden mehrere unterschiedliche Körperfunktionen kontinuierlich während der ganzen Nacht überwacht. In der Regel geschieht dieses stationär in einem Schlaflabor. Mit Hilfe der Aufzeichnungen kann ein individuelles Schlafprofil erstellt werden, das fast immer eine präzise Diagnose von Schlafstörungen ermöglicht.

Pulsoximetrie

Die Pulsoximetrie ist ein Verfahren zur nicht invasiven Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigung über die Messung der Lichtabsorption bzw. der Lichtremission bei Durchleuchtung der Haut (percutan). Die Messung erfolgt mit einem Sättigungsaufnehmer (Clip oder Klebesensor) an einem leicht zugänglichen Körperteil, vorzugsweise an einem Finger, Zeh, am Ohrläppchen oder bei frühgeborenen Säuglingen auch am Fußballen oder Handgelenk.

Die so ermittelte Sauerstoffsättigung wird als SpO2 (partielle Sauerstoffsättigung) bezeichnet. Um den Messwert dieser nichtinvasiven, indirekten Bestimmung der Sauerstoffsättigung eindeutig von der an einer entnommenem Blutprobe mittels Blutgasanalyse ermittelten arteriellen Sauerstoffsättigung zu unterscheiden, deutet das p in dieser Bezeichnung auf das pulsoxymetrische Messverfahren hin. Über den Clip oder Klebesensor wird neben der Sättigung auch der Puls in den kleinsten Blutgefäßen (Kapillaren) erfasst. Der Sensor hat auf der einen Seite zwei in einem definierten (Infra-)Rot-Bereich (s. u.) leuchtende Lichtquellen, auf der anderen einen Fotosensor. Durch die unterschiedliche Färbung des mit Sauerstoff gesättigten Hämoglobins entsteht für das durchstrahlende Rotlicht eine unterschiedliche Absorption, die der Fotosensor misst. Gemessen werden drei Werte, die Absorption des Lichts im 660 nm-Bereich, im 940 nm-Bereich und - zur Tarierung - ohne die Strahlung der Messlichtquellen, nur mit Umgebungslicht. Die unterschiedliche Absorption des Lichtes ergibt eine Differenz. Die Messung erfasst das pulsierend durchströmende Blut und nicht das Gewebe und die Gefäße. Anhand eines Vergleichs des Messergebnisses mit einer Referenztabelle ermittelt ein Überwachungsmonitor, welcher prozentuale Anteil der roten Blutkörperchen gesättigt ist. Übliche Werte liegen beim Gesunden zwischen 96% und 100%.

Sauerstoff-Langzeittherapie

Als Sauerstoff-Langzeittherapie wird in der Medizin die langfristige und täglich mehrstündige Zufuhr von Sauerstoff bezeichnet. Sie wird bei Erkrankungen angewandt, bei denen im arteriellen Blut ein schwerer chronischer Sauerstoffmangel (Hypoxämie) besteht. Die Überlebensdauer und die Lebensqualität der betroffenen Patienten können durch diese Behandlung deutlich verbessert werden.

Schlafapnoe

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist ein Beschwerdebild, das in der Regel durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird und in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie einer Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet ist. Die Atemstillstände führen zu einer Sauerstoff-Unterversorgung und zu wiederholten Aufweckreaktionen (als automatische Alarmreaktion des Körpers), die von den Betroffenen jedoch meist nicht bewusst wahrgenommen werden. Die Folge der Aufweckreaktionen ist ein nicht erholsamer Schlaf, was zu der typischen, ausgeprägten Tagesmüdigkeit führt. Das Schlafapnoe-Syndrom zählt zu den Dyssomnien und somit zu den medizinisch bedeutsamen Schlafstörungen.

Tens-Geräte

Die Transkutane Elektrische NervenStimulation (TENS, englisch transcutaneous electrical nerve stimulation) ist eine elektromedizinische Reizstromtherapie mit einem schwachen Wechselstrom niedriger Frequenz die vor allem zur Behandlung von Schmerzen (Analgesie) und zur Muskelstimulation eingesetzt wird. Über Elektroden werden die elektrischen Impulse auf die Hautoberfläche übertragen. Gewöhnlich werden Frequenzen zwischen 1 und 100 Hz verwendet. Die Elektroden werden dabei in der Nähe der schmerzenden Stellen platziert. Der Reiz selbst ist dabei nicht schmerzhaft und kann allenfalls zu einem Kribbeln auf der Haut führen.

Ultraschall-Geräte

Ein Ultraschallgerät, auch Ultraschallsystem genannt, ist ein Gerät, mit dem in der Medizin eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) oder in der Industrie eine Ultraschallprüfung durchgeführt wird. Das medizinische Gerät besteht aus einer oder mehreren auswechselbaren Ultraschallsonde(n), die an eine Signalprozessoreinheit angeschlossen sind. Weitere Datenverarbeitungskomponenten ermöglichen die Echtzeitdarstellung der errechneten Bilder auf einem Monitor, die Manipulation von Verarbeitungsparametern über Dreh- und Schieberegler, das Speichern von Bildern und Sequenzen auf Festplatten oder Wechseldatenträgern, die Erfassung von Patienten- und Untersucherdaten über eine Tastatur und die Ausgabe von Bildern an einen Drucker und/oder ein Picture Archiving and Communication System.